27.09.19

Bundesregierung will Kfz-Steuer praktisch verdoppeln


Autofahrer aufgepasst: 


Die Kfz-Steuer bei Spritfressern soll kräftig erhöht werden, wenn es nach der Bundesregierung geht. Selbst für viele Kompaktautos mit heutigen CO2-Werten würde diese so für Neuzulassungen ab 2021 praktisch verdoppelt, ergibt sich aus dem Entwurf zur Langfassung des Klimapakets, der Reuters vorlag.

Die Kfz-Steuer setzt sich derzeit aus einer Hubraum- und einer CO2-Komponente zusammen. Letztere soll dem Entwurf zufolge ab einem Ausstoß von 95 Gramm und in einer zweiten Stufe ab 115 Gramm Ausstoß pro Kilometer bei Neuzulassung ab 2021 steigen. Würde beispielsweise ein VW-Golf mit Benzinmotor und mit 150 Gramm Ausstoß CO2 ab 2021 zugelassen, wären mehr als 160 Euro Steuer im Jahr zusätzlich zu entrichten. Für große Spritverbraucher wie Geländewagen mit Benzin- oder Dieselmotoren würde sich die Steuer noch weit mehr erhöhen.

Gegenmaßnahme: Ab Ende 2020 KFZ fremd zulassen und statt Gebrauchtwagen-"Verkauf" nur noch "Übergabe"


Die erhöhte Steuer soll ab 2021 für alle Zulassungen gelten. Egal ob ab 2021 ein Neuwagen oder ein Gebrauchtwagen zugelassen wird. Dies beutetet zwangsläufig, dass der Wiederverkaufswert der Fahrzeuge ab 2021 drastisch sinken wird, da der Gebrauchtwagen-Käufer eine wesentlich höhere KfZ-Steuer zahlen muss. Das ist nur zu verhindern, indem das Fahrzeug eben nicht neu zugelassen werden muss.

Ab Ende 2020 bietet sich ein anderes Modell der KfZ-Zulassung an. Private Neuwagenkäufer sollten einen eingetragenen (Ideal)Verein (e.V.) als eigene Körperschaft gründen und die Fahrzeuge nicht mehr auf sich zulassen sondern auf den Verein. Auch die Versicherung der Fahrzeuge sollte über den Verein stattfinden da Flottenversicherungen meist deutlich preiswerter sind als Einzelversicherungen. Finanzierungen können wahlweise über den Verein oder privat abgeschlossen werden. Hierbei wird nach außen nur der Besitz vom Eigentum getrennt. Die Fahrzeuge befinden sich somit im"Vereinsbesitz". Die Fahrzeugpapiere, der Kaufvertrag sowie eine "Eigentumserklärung" des Vereins verbleiben beim "Eigentümer".

Soll so ein Fahrzeug dann "abgegeben" werden, wird es nicht mehr "verkauft" sondern einem neuen Vereinsmitglied mittels Überlassungs- und Eigentumsvereinbarung übergeben. An Zulassung und Versicherung ändert sich somit nichts. Der Kaufvertrag und die Kaufpreiszahlung (des Eigentums) wird privat unter dem Mitgliedern geregelt und hat nichts mit der Zulassung und somit nichts dem "Besitz" des Verein zu tun.

Auf diesem Wege können Fahrzeuge über ihre gesamte Lebensdauer ihren Zulassungs- und Versicherungsstatus behalten und werden nie umgemeldet. So bleibt der Wiederverkaufswert stabil und der neue Eigentümer muss sich weder mit der Ummeldung noch mit höheren KfZ-Steuern plagen. Das Fahrzeug bleibt nach außen weiterhin beim Verein und alle Verträge bleiben vereinsintern.

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